Die Google App Engine

[ 1 ] Januar 13, 2010 |

Die Google App Engine [1] ist das Platform as a Service Angebot von Google und
bietet Softwareentwicklern die Entwicklung und das Hosting ihrer Anwendungen auf der
Infrastruktur von Google an. Der Service ist bis zu einem bestimmten Grad kostenlos.
Folgende Richtlinien müssen eingehalten werden, um den Dienst kostenlos nutzen zu
dürfen:

  • Seitenaufruf einer Anwendung: max. 1.300.00 mal pro Tag und max. 7.400 mal pro
    Minute
  • Pro Anwender dürfen max. 10 Applikationen erstellt werden.
  • Max. Versand von E-Mails über die entsprechende API: 2.000 pro Tag
  • Ein-/ und ausgehender Datentransfer max. 1 GB am Tag und max. 56 MB pro Minute
  • Pro Tag darf eine Applikation max. 6,5 CPU-Stunden nutzen

Die Entwicklungsumgebung

Die Google App Engine wurde bereitgestellt um Anwendungen auch während hoher Last oder während der Verarbeitung von vielen Daten zuverlässig ausführen zu lassen. Dazu unterstütz die Google App Engine folgende Funktionen:

  • Dynamische Webdienste inkl. der gänigigen Web-Technologien
  • Persistenter Speicher inkl. der Möglichkeit für Abfragen, Sortierungen und Transaktionen
  • Automatische Skalierung und Loadbalancing
  • APIs für die Authorisierung der Benutzer und die Nutzung der Google E-Mail Accounts
  • Eine Entwicklungsumgebung für lokale System für die Simulation der Google App Engine
  • Warteschlangen für die Steuerung von Aufgaben die eine hohe Performance benötigten
  • Aufgabenverwaltung für die Steuerung von Events zu bestimmten Zeitpunkten
  • Die Anwendungen werden in einer Sandbox ausgeführt. Dadurch hat die Anwendung niemals direkten Zugriff auf das darunterliegende Betriebssystem.
  • Für die Entwicklung stehen mit der Java JRE 6, sowie Python 2.5.2. zwei Laufzeitumgebungen zu Verfügung.
  • Für das Speichern der Anwendungen wird von der App Engine eine verteilte Datenhaltung verwendet, wobei der verteilte Speicher mit der Menge der Daten wächst.

App Engine Services

Die Google App Engine bietet folgende APIs zur Arbeit und der Verwaltung der Applikationen:

  • URL Fetch: Mit dem URL-Fetch Service können Anwendungen auf andere Ressourcen wie Web Services oder Daten über das Internet zugreifen. Dabei wird dieselbe Google Infrastuktur verwendet, wie sie auch von bekannten Google Produkten genutzt wird.
  • Mail: Mittels der App Engine Mail API sind Anwendungen in der Lage direkt E-Mails zu versenden.
  • Memcache: Mittels Memcache kann auf Daten zugegriffen werden, die nicht im persistenten Speicher abgelegt werden. Durch einen schnellen in-Memory Key-Value Cache ist eine Anwendung in der Lage mehreren Instanzen parallel nur temporär vorhandene Daten performant bereitzustellen.
  • Image Manipulation: Mittels der Image Manipulation API sind Anwendungen in der Lage Bilder zu verändern. Bei Bildern im JPEG oder PNG Format können folgende Manipulation durchgeführt werden:
    • Anpassen der Größe
    • Zuschneiden/ Beschneiden
    • Drehen
    • Spiegeln

Geplante Tasks und Warteschlangen

Anwendungen können so gesteuert werden, dass sie hoch performante Aufgaben dann erledigen, wenn die Belastung durch Anfragen nicht so hoch ist, z.B. zu einer vorher definierten Uhrzeit oder Tag. Des Weiteren besteht die Möglichkeit eine Anwendung in eine Warteschleife zu legen oder sie im Hintergrund auszuführen.

Quellen:

[1] Google App Engine

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Category: Services

René Büst

About the Author ()

Rene Buest is Senior Analyst and Cloud Practice Lead at Crisp Research, covering cloud computing, IT infrastructure, open source and Internet of Things. Prior to that he was Principal Analyst at New Age Disruption and member of the worldwide Gigaom Research Analyst Network. Rene Buest is top cloud computing blogger in Germany and one of the worldwide top 50 bloggers in this area. In addition, he is one of the world’s top cloud computing influencers and belongs to the top 100 cloud computing experts on Twitter and Google+. Since the mid-90s he is focused on the strategic use of information technology in businesses and the IT impact on our society as well as disruptive technologies. Rene Buest is the author of numerous professional cloud computing and technology articles. He regularly writes for well-known IT publications like Computerwoche, CIO Magazin, LANline as well as Silicon.de and is cited in German and international media – including New York Times, Forbes Magazin, Handelsblatt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wirtschaftswoche, Computerwoche, CIO, Manager Magazin and Harvard Business Manager. Furthermore Rene Buest is speaker and participant of experts rounds. He is founder of CloudUser.de and writes about cloud computing, IT infrastructure, technologies, management and strategies. He holds a diploma in computer engineering from the Hochschule Bremen (Dipl.-Informatiker (FH)) as well as a M.Sc. in IT-Management and Information Systems from the FHDW Paderborn.

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