Oracle treibt sein Cloud-Washing tapfer voran

[ 0 ] Januar 16, 2013 |

Oracle arbeitet weiter an seiner Cloud-Washing Strategie und treibt sie vehement und ungeachtet jeder Kritik voran. Unter dem Namen “Infrastructure as a Service on Premise mit Capacity on Demand” bietet Oracle seine Hardware Unternehmen nun auch zur Miete für das eigene Rechenzentrum an.

Vorkonfigurierte Applikationsserver

Oracle erweitert sein Private Cloud Infrastruktur Angebot um die Möglichkeit, vorkonfigurierte Applikationsserver für eine monatliche Gebühr anzumieten, die dann im Rechenzentrum des Kunden installiert werden. Die von Oracle genannten “engineered systems” beinhalten Oracle Exadata Database Machine, Oracle Exalogic Elastic Cloud, Oracle Sparc SuperCluster, Oracle Exalytics In-Memory Machine und Oracle Sun ZFS Storage.

Die Idee soll darin bestehen, dass Oracle damit extra Kapazitäten bereitstellt, die über die bereits genutzten Ressourcen einer Oracle Private Cloud hinaus gehen. Genau das bezeichnet Oracle als Infrastructure-as-a-Service (IaaS), was allerdings mit einem IaaS Cloud Angebot nichts zu tun hat, sondern ganz gewöhnliche Oracle Rechenzentrumslösungen sind.

Ein Drei-Jahres-Vertrag ist kein Cloud!

Genauso wenig, wie es sich bei Oracles “Cloud Infrastructure” um ein echtes Cloud Angebot handelt, so schaut es mit dem neuen “Oracle IaaS On-Premise” aus. Der Drei-Jahres-Vertrag beinhaltet nur die Hardware für die Applikationsserver, die Wartung und ein gewisses Maß an Nutzung. Für die Oracle Software Lizenzen fallen weitere Kosten an. Zudem muss für “Peaks” bezahlt werden. Was das genau sein soll und was es kostet, wird nicht gesagt.

Oracle verliert den Anschluss

Leider wird immer deutlicher, wie Oracle dem Markt seine Philosophie vom Cloud Computing verkaufen will. Es wird schlichtweg die Hardware, Software usw., die früher teuer verkauft wurden, nun einfach vermietet und als Cloud bezeichnet!

Oracle scheint alles daran gelegen zu sein, den Anschluss im Cloud Markt nicht zu verlieren. Dafür haben sie jedoch nicht die richtige Strategie. Die echten Public Cloud Anbieter, allen voran Amazon Web Services, Windows Azure, Google und Rackspace werden Oracle immer stärker den Rang ablaufen. Auf der Private Cloud Seite sieht es für Oracle aber nicht besser aus. Hier sichern sich Anbieter wie openQRM-Enterprise, Eucalyptus, OpenStack-Partner und CloudStack immer mehr Marktanteile.

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Category: Kommentar

About the Author ()

Rene Buest is Senior Analyst and Cloud Practice Lead at Crisp Research, covering cloud computing and IT infrastructures. He is member of the worldwide Gigaom Research Analyst Network, top cloud computing blogger in Germany and one of the worldwide top 50 bloggers in this area. In addition, he is one of the world’s top cloud computing influencers and belongs to the top 100 cloud computing experts on Twitter. For more than 16 years he is focused on the strategic use of information technology in businesses and the IT impact on our society as well as disruptive technologies. Rene Buest is the author of numerous professional cloud computing and technology articles, speaker and participant of experts rounds. On CloudUser.de he writes about topics from the fields of cloud computing, it-infrastructures, technologies, management and strategies. He holds a diploma in computer engineering from the Hochschule Bremen (Dipl.-Informatiker (FH)) as well as a M.Sc. in IT-Management and Information Systems from the FHDW Paderborn.

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