Cloud Computing und das Dilemma mit der Internetleitung

[ 6 ] März 15, 2012 |

Interessanterweise wird auf keiner Konferenz oder in irgendeinem Panel über die Relevanz der Intenetleitung für das Cloud Computing gesprochen. Na klar, dabei handelt es sich auch schließlich um DAS Killerargument. Denn keine Internetverbindung bedeutet kein Zugriff auf die Ressourcen, bedeutet kein Geschäft für die Anbieter. Also warum Öl ins Feuer gießen?!

Das Thema Breitbandausbau ist ein langes und viel diskutiertes Thema in Deutschland. Sicherlich gibt es Bereiche, in denen hohe Bandbreiten verfügbar sind – in den Städten. Fährt man jedoch ein paar Kilometer außerhalb, war es das aber auch schon.

Angezeigte Verfügbarkeit: Leitungsgebunden ≥ 1 Mbit/s

Angezeigte Verfügbarkeit: Leitungsgebunden ≥ 1 Mbit/s

Telekom Chef René Obermann hat sich für eine Cloud Made in Germany ausgesprochen. Zudem hat die Deutsche Telekom angekündigt, einen eigenen Marktplatz für Cloud Anwendungen aufzubauen. Gut, aber wann sorgt die Telekom dafür, dass auch schnelle und vor allem stabile Internetleitungen für jedermann verfügbar sind? Das die Internetverbindung die Achillesferse des Cloud Computing ist, haben wir schließlich heute gesehen.

Angezeigte Verfügbarkeit: Leitungsgebunden ≥ 16 Mbit/s

Angezeigte Verfügbarkeit: Leitungsgebunden ≥ 16 Mbit/s

Auch die Deutsche Bundesregierung unterstützt das Thema Cloud Computing. Und sollte sich deswegen verstärkt in der Pflicht sehen, den Bürgern und Unternehmen Cloud Computing fähige Internetverbindungen bereitzustellen. Vergessen sollte man hier auch nicht die Unternehmen, die ihren Sitz in ländlichen Gebieten haben. Hier gibt es einige die an einer 2000 MBit Leitung oder kleiner sitzen, da sie sich eine dedizierte Leitung nicht leisten können.

Angezeigte Verfügbarkeit: Leitungsgebunden ≥ 50 Mbit/s

Angezeigte Verfügbarkeit: Leitungsgebunden ≥ 50 Mbit/s

Auch wenn es im ersten Moment vielleicht nicht offensichtlich ist, da sich alle ausschließlich auf die Cloud Services der Anbieter konzentrieren, aber hier herrscht ein extremer Nachbesserungsbedarf. Denn was nutzen Cloud Services, wenn diese entweder gar nicht, nicht performant (zu langsame Up- und Downloadraten) oder nur unzureichend (instabil) genutzt werden können?! Zu diesem Thema hatte ich bereits Ende 2011 einen Artikel geschrieben.

Quelle: http://www.zukunft-breitband.de

Tags: , , , , ,

Category: Analysen

About the Author ()

Rene Buest is Principal Analyst and Senior Advisor at renebuest research, covering cloud computing, business technology and collaboration. He is member of the GigaOm Pro Analyst Network and top cloud computing blogger in Germany. Worldwide he is one of the top 50 bloggers in this area. For more than 16 years he is focused on the strategic use of information technology in businesses and the IT impact on our society as well as disruptive technologies. Rene Buest is the author of numerous professional cloud computing and technology articles, speaker and participant of experts rounds. On CloudUser.de he writes about topics from the fields of cloud computing, it-infrastructures, technologies, management and strategies and is moving on Twitter via his account @ReneBuest. Rene Buest is organizer of numerous cloud computing and technology events. Covering the CloudCamp Hamburg 2010, CloudCamp Frankfurt 2012, CloudOps Summit 2012 and the Amazon Web Services and Windows Azure User Groups in Germany. Rene Buest is a fully qualified specialist for system integration und holds a diploma in computer engineering from the Hochschule Bremen (Dipl.-Informatiker (FH)) as well as a M.Sc. in IT-Management and Information Systems from the FHDW Paderborn. Detailed curriculum vitaes are hosted on XING and LinkedIn.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.